Obwohl eine fast unvorstellbare Artenvielfalt die Erde bevölkert, bilden die Arten kein kontinuierliches Spektrum kaum unterscheidbarer Zwischenformen, sondern fast alle Arten können einer relativ kleinen Zahl klar unterscheidbarer Hauptgruppen zugeordnet werden…1Angeblich hat in der Vergangenheit Evolution stattgefunden, und Fossilienfunde sind die einzige wissenschaftliche Quelle, die uns über die Geschichte des Lebens Auskunft geben kann. Pierre Grassé sagt dazu:
Naturwissenschaftler müssen sich daran erinnern, daß der Prozeß der Evolution ausschließlich durch Fossilien enthüllt wird. …Nur die Paläontologie kann ihnen die Beweise für die Evolution liefern und deren Richtung und Mechanismen enthüllen…2
Der Theorie zufolge stammen alle Lebewesen von verschiedenen „Vorfahren“ ab. Arten veränderten sich angeblich schrittweise und verwandelten sich in neue Arten, so seien alle heute vorzufindenden Arten entstanden. Der Theorie zufolge dauerte dieser Prozeß Hunderte Millionen Jahre und lief in verschiedenen Stadien ab. Wenn dem so gewesen sein soll, dann muß es in diesem Übergangsprozess zahllose „Zwischenformen“ gegeben haben, und einige von ihnen müßten als Fossilien erhalten geblieben sein.
Es müßte beispielsweise halb-Fisch-halb-Amphibium-Kreaturen gegeben haben, mit Eigenschaften sowohl von Fischen als auch von Amphibien, und es müßte Reptilien-Vögel gegeben haben mit gleichzeitigen Merkmalen von Reptilien und Vögeln. Da solche Kreaturen sich in einem Übergangsprozess befanden, müssen sie deformiert und mit vielen Mängeln behaftet gewesen sein. Diese imaginären Kreaturen, die in grauer Vorzeit gelebt haben sollen, werden „Übergangsformen“ genannt.
Falls solche Lebewesen existiert haben, dann müßten sie nach Millionen, selbst Milliarden zählen. Es müßten reichlich Spuren von ihnen im Fossilienbestand vorhanden sein, denn die Zahl der Übergangsformen müßte weitaus größer sein, als die der heute bekannten Tierarten. Die Schichten der Erdkruste müßten angefüllt sein mit Fossilien der Übergangsformen. Darwin selbst sah dies ein. Er schrieb in seinem Buch Der Ursprung der Arten:
Falls meine Theorie richtig ist, so müssen zahllose Übergangsformen existiert haben, die alle Arten derselben Gruppe eng miteinander verbinden… Ergo müßten sich Beweise ihrer früheren Existenz unter den Fossilien befinden.3Doch Darwin war klar, daß bis dahin noch keine Übergangsformen gefunden worden waren, und er sah dies als eine große Schwäche seiner Theorie an. In dem Kapitel „Probleme der Theorie“ schrieb er:
„Falls die Arten durch unmerkliche stufenweise Veränderungen aus anderen Arten hervorgegangen sind, warum sehen wir dann nicht überall zahllose Übergangsformen? Warum herrscht kein großes Durcheinander in der Natur anstelle der genau voneinander abgegrenzten Arten, die wir sehen?... Doch wenn nach dieser Theorie zahllose Übergangsformen existiert haben müssen, warum finden wir sie dann nicht massenhaft in der Erdkruste?... Warum sind nicht jede geologische Formation und jede Schicht voller solcher Übergangsformen?Die Geologie enthüllt mit Sicherheit keine so fein abgestufte Folge von Organismen; und dies ist das vielleicht offensichtlichste und schwerste Argument, das gegen meine Theorie vorgebracht werden kann.4Angesichts dieses Problems war die einzige Erklärung, die Darwin anbot, daß der Fossilienbestand zu seiner Zeit noch nicht ausreichte. Er behauptete, später, wenn der Fossilienbestand genauer untersucht worden sei, würde man die fehlenden Übergangsformen mit Sicherheit finden.
Ein dürrer, fossilierter Fisch, schätzungsweise 210 Millionen Jahre alt. Ein fossilierter Frosch, schätzungsweise 33.7 - 53 Millionen Jahre alt. | |
Eine fossilierte Spinne, schätzungsweise 295 – 355 Millionen Jahre alt. Ein Schildkrötenfossil, schätzungsweise 300 Millionen Jahre alt. | |
Eine fossilierte Krabbe, schätzungsweise 35 - 53 Millionen Jahre alt. Ein Seestern, über 135 Millionen Jahre alt. |
T. Neville George, Professor für Paläontologie an der Universität von Glasgow, schrieb schon vor vielen Jahren:
Man braucht sich nicht weiter für den unzulänglichen Fossilienbestand zu entschuldigen. In gewisser Weise ist er fast unermeßlich reichhaltig, und die Klassifizierung hält mit der Geschwindigkeit der Entdeckung neuer Funde nicht Schritt… Trotzdem scheint der Fossilenbestand im wesentlichen aus Lücken zu bestehen.7
Alle Lebewesen der Erde sind sehr plötzlich entstanden, mit all ihren komplexen, voll ausgebildeten Eigenschaften. Mit anderen Worten: Sie sind erschaffen worden. Es gibt nicht den geringsten wissenschaftlichen Anhaltspunkt, daß die Lebewesen voneinander abstammen, wie die Evolutionisten behaupten. |
Der Fossilienbestand steigt sprunghaft, und alles deutet darauf hin, daß er die Realität repräsentiert. Die Lücken, die wir sehen, reflektieren reale Ereignisse in der Geschichte des Lebens – und nicht etwa einen mangelhaften Fossilienbestand.8In seinem 1991 erschienenen Buch, Beyond Natural Selection (Jenseits der natürlichen Auslese), schreibt Robert Wesson, daß die Lücken im Fossilienbestand die Realität widerspiegeln:
Die Lücken im Bestand stellen jedoch die Wirklichkeit dar. Die Abwesenheit eines Hinweises auf irgendeine wichtige Verzweigung ist ganz phänomenal. Die Arten verharren gewöhnlich ohne Veränderung für lange Zeiträume, Arten entwickeln sich zu einer neuen Art oder Gattung und Gattungen niemals, aber die Ersetzung der einen durch eine andere und Veränderung treten mehr oder weniger abrupt auf.9Das vor 140 Jahren vorgebrachte Argument, man werde die Übergangsformen in Zukunft finden, ist heute nicht mehr haltbar. Der Fossilienbestand ist inzwischen so groß, daß er über den Ursprung des Lebens Auskunft gibt und er liefert ein konkretes Bild: Verschiedene Arten tauchten unabhängig voneinander auf, plötzlich und mit all ihren verschiedenen Strukturen. Übergangsformen waren definitiv nicht dabei.
Eine große Zahl gut ausgebildeter Wissenschaftler außerhalb der evolutionistischen Biologie und Paläontologie haben leider die Vorstellung übernommen, der Fossilienbestand unterstütze die darwinistische Auffassung weit mehr als dies in Wahrheit der Fall ist. Wahrscheinlich liegt dies an der unvermeidlichen Vereinfachung von Sekundärquellen, populärwissenschaftlichen Artikeln etc. Auch ist wohl einiges an Wunschdenken dabei. In den Jahren nach Darwin hofften seine Anhänger vorhersagbare Entwicklungen finden zu können. Diese konnten generell nicht gefunden werden, doch der Optimismus war lange nicht unterzukriegen, und einige der Phantastereien haben sich in die Lehrbücher eingeschlichen.10
Das 24 Millionen Jahre alte Fossil einer in Bernstein eingeschlossenen Raupe, ist der Beweis, daß Raupen immer in derselben Form existiert haben – und niemals eine Evolution durchlaufen haben. Eine Zikade, 45 - 50 Millionen Jahre alt. |
Daß bestimmte Fossilienarten über den gesamten Zeitraum ihres Auftauchens im Fossilienbestand erkennbar gleich bleiben war Paläontologen schon bekannt, lange bevor Darwin seinen Ursprung der Arten publizierte. Darwin selbst... prophezeite, daß künftige Generationen von Paläontologen diese Lücken durch beständige Forschung füllen würden... Einhundertzwanzig Jahre paläontologischer Forschung später ist nun vollständig klar geworden, daß der Fossilienbestand diesen Teil von Darwins Vorhersagen nicht bestätigt. Das Problem besteht auch nicht in einem zu geringen Bestand an Fossilien. Der Fossilienbestand zeigt ganz einfach, daß diese Voraussage falsch ist.
Die Beobachtung, daß die Arten über lange Zeiträume ihre Form bewahren und “statische” Existenzen sind, hat alle Qualitäten des Märchens von “Des Kaisers neue Kleider”. Jeder wußte es, zog aber vor, es zu ignorieren. Paläontologen, mit einem “widerspenstigen” Fossilienbestand konfrontiert, der sich hartnäckig weigert, Darwins vorhergesagtem Muster zu folgen, sahen einfach in die andere Richtung.11
In ähnlicher Weise beschreibt der amerikanische Paläontologe S. M. Stanley, wie das darwinistische Dogma, daß die Welt der Wissenschaft dominiert, die Realität ignoriert, die durch den Fossilienbestand gezeigt wird:
Der bekannte Fossilienbestand ist nicht und war niemals in Übereinstimmung mit dem Konzept der graduellen Entwicklung. Bemerkenswert ist dabei, daß durch eine Vielfalt historischer Umstände sogar die Geschichte der Opposition dagegen verdreht wurde... Die Mehrheit der Paläontologen war der Auffassung, daß ihre Beweise Darwins Argumentation der winzigen, langsamen und kumulativen Veränderungen, die zur Transformation der Arten führen sollten, widerlegten. ...ihre Geschichte ist unterdrückt worden.12Lassen Sie uns nun die Einzelheiten des Fossilienbestandes, die solange verschwiegen worden sind, ein wenig detaillierter untersuchen.